Historie

11 Jahre engagierte und patientenorientierte Medizin für Jung und Alt in den neuen Praxisräumen der Holzhofstraße 5 in der Mainzer Altstadt Am Römischen Theater.

Vor elf Jahren sind wir mit unserer Praxis von der Dagobertstraße 6 in die Holzhofstraße 5 in Mainz umgezogen. Oft wurden wir gefragt, warum wir die Kraft und die Kosten für den Umzug in Kauf genommen haben, denn die Praxis war auch dort erfolgreich.

Lassen Sie uns anlässlich des elfjährigen Jubiläums die Gründe benennen:

In den alten Praxisräumen in der Dagobertstraße 6 war es leider nicht möglich, in jedem Behandlungsraum fließendes kalt und warmes Wasser zu installieren. Dies ist nach dem heutigen Hygienestandards nicht tragbar für eine medizinische Praxis. Gleichzeitig gab es nur zwei Toiletten, was für Patienten sowie Arzt und Personal einfach zu wenig ist. Es war nicht möglich getrennte Toiletten für Mann oder Frau sowohl für Patienten und das gleiche auch für das medizinische Personal zu haben. Zugleich fordern die neusten Sicherheitsvorschriften für Arztpraxen, dass die Türen der Toiletten (sowohl für den Vorraum als auch für die Toilette selbst) nach außen aufgehen müssen. Wenn sich Türen nach innen öffnen, können kollabierte Patienten kaum aus der Toilette gerettet werden.

Dies war ebenfalls in den vorherigen Räumlichkeiten nicht umsetzbar. Der Bau einer behindertengerechten Toilette mit Not-Alarm konnte aus den oben angeführten Vorbedingungen ebenfalls nicht erfolgen. Was nützt ein barrierefreier Zugang zu Praxisräumen, wenn der behinderte Patient im Rollstuhl nicht selbstständig die Toilette aufsuchen kann. Das ist diskriminierend und dies wollten wir unbedingt verändern und ließ uns nach besseren Räumlichkeiten suchen.

Der letzte Anstoß zum Umzug war letztendlich ein Vorfall, von dem nur wenige wissen:

Am Freitag nach Himmelfahrt im Jahr 2007 wurden wir, d.h. die Praxis von einem maskierten Täter mit Waffe in der Praxis überfallen. An diesem Nachmittag war unser damalige Kollege mit einer Mitarbeiterin in der Praxis, um Sprechstunde zu halten, als ein maskierter und bewaffneter männlicher Täter eindrang und ihn, unsere Mitarbeiterin und wartende Patienten mit der Waffe bedrohte.

Die anwesenden Patienten waren im Wartezimmer und konnten die Praxis nicht verlassen, da in der Praxis in der Dagobertstraße kein zweiter Fluchtweg vorhanden war. Gottseidank befand sich damals ein Patient auf der Toilette, bemerkte den Überfall und konnte mit seinem Handy unbemerkt die Polizei informieren. Durch die herannahende Polizeisirene geriet der Täter in Panik und flüchtete, ohne das Personenschaden entstehen konnte. Leider konnte er aber auch nicht identifiziert und gefasst werden.

Dies war für uns endgültig Anlass, eine Praxisräumlichkeit zu suchen, die einen zweiten Fluchtweg besitzt. Glücklicherweise plante damals die Wohnbau Mainz gerade den Bürokomplex in der Holzhofstraße am römischen Theater. Wir konnten bei dem Innenausbau unsere Vorstellungen einbringen und über Wahl der 3ten Etage in Haus 5 auch einen 2ten Fluchtweg zu Haus 3 bekommen.

Hier sind für uns alle Bedingungen (Sicherheit und Hygiene) erfüllt:

Sprinkleranlage in allen Räumen, fließend Kalt- und Warmwasser in allen Räumen, Patiententoilette (Herrn und Damen getrennt), behindertengerechte Toilette, Personaltoilette für Damen und Herren, barrierefreier Zugang und zweiter Fluchtweg. Zudem stehen uns und unseren Patienten drei geräumige Fahrstühle zur Verfügung (einer in Haus 5 und  zwei in Haus 3, die von und zu uns barrierefrei über den zweiten Fluchtweg erreichbar sind), sodass bei Ausfall und Wartungsarbeiten des geräumigen Aufzugs in Haus 5 der Zu – und Abgang aus unseren Räumen über Holzhofstraße 3  kein Problem darstellt.

Wir danken für Ihr bisheriges Vertrauen und freuen uns darauf, Sie weiter in Gesundheitsfragen beraten und betreuen zu dürfen.

Ihre

Elvira Lembens und Dr. Christoph Lembens, Mainz im Dezember 2019