Ultraschalluntersuchungen

Die Ultraschalluntersuchung ist eine strahlungsfreie und damit völlig unschädliche digitale Methode, die durch den Einsatz von Schallwellen bewegte Bilder von inneren Organen, Gefäßen und umschriebenen Regionen des Körpers entstehen lässt.
Diagnostische Möglichkeiten

Anhand der Stärke der reflektierten Echos und der Zeit bis zu deren Eintreffen auf den Empfänger des Ultraschallkopfes lassen sich Rückschlüsse auf Gewebestruktur, Organgröße und mögliche Veränderungen bzw. Erkrankungen der betreffenden Organe ziehen.

Diagnostische Möglichkeiten der Ultraschalluntersuchung:

Abdomen-Sonographie: Ultraschalluntersuchung der Bauchorgane

„Abdomen“ ist der lateinische Begriff für Bauch. Die Abdomen-Sonographie ist die Ultraschalluntersuchung des Bauchraums. Damit können folgende Organe dargestellt werden: Bauchschlagader (Aorta) und abgehende größere Gefäße, Milz, Niere, Harnblase, Leber, Gallenblase, Gallenwege und Bauchspeicheldrüse (Pankreas).
Die Abdomen-Sonographie zählt zu den nicht-invasiven (in den Körper eindringenden) diagnostischen Verfahren und ermöglicht die Früherkennung von Tumoren im Bauchraum. Auch Nieren-und Gallensteine können so gut dargestellt werden. Da es bei Bluthochdruck immer wieder zu einer gefährlichen Erweiterung der Bauchschlagader (Aortenaneurysma) kommen kann, ist die Abdomen-Sonographie gerade auch für kardiologische Patienten wichtig.

Wann ist die Abdomen-Sonographie erforderlich?

Die Abdomen-Sonographie wird heute routinemäßig bei sehr vielen verschiedenen Indikationen eingesetzt, um rasch aussagekräftige Diagnosen zu erstellen.
Der Arzt kann sich so ohne Belastungen für den Patienten ein klares Bild über den Zustand bestimmter innerer Organe machen. Das trifft nicht nur dann zu, wenn der Patient über Schmerzen im Bauch klagt, sondern auch, wenn es um die Früherkennung von Erkrankungen (u.a. Krebs) geht. Beispielsweise führen Bluthochdruckerkrankungen oftmals zu Erkrankungen der inneren Organe, die es rechtzeitig zu erkennen und behandeln gilt.

Wie läuft die Abdomen-Sonographie ab?

Prinzipiell wird die Abdomen-Sonografie wie jede andere Ultraschall-Untersuchung durchgeführt. Der Patient liegt auf der Liege in Rückenlage, der Arzt trägt etwas Gel auf die entsprechenden Körperstellen auf, damit die Schallwellen besser eindringen können. Bei der Abdomen-Sonographie werden durch die Bewegung des Schallkopfes die zu untersuchenden Organe des Bauchraums dargestellt.

Welches Risiko bringt die Abdomen-Sonographie mit sich und was ist zu beachten?

Die Untersuchung ist mit keiner Strahlenbelastung für den Patienten verbunden, risikolos und schmerzfrei. Sie wird ambulant in den Praxisräumen durchgeführt.

Die Untersuchung dauert in der Regel nur wenige Minuten. Wichtig ist, dass Sie am Vortag möglichst keine blähenden Speisen zu sich nehmen und nüchtern am Morgen zur Behandlung kommen. Medikamente können dann nach der Untersuchung hier in der Praxis eingenommen werden.

Ultraschall Herz
Ultraschall Leber

Ultraschall Schilddrüse

Die Schilddrüse ist ein am Hals gelegenes, wichtiges hormonbildendes Organ

Die von der Schilddrüse produzierten Hormone regulieren den Grundumsatz und sind für viele Funktionen im Körper wichtig. Diese lebenswichtigen Hormone wirken in fast allen Körperzellen und regen dort den Energiestoffwechsel an. Ihre allgemeine Wirkung besteht z. B. in einer Erhöhung des Pulses und Blutdrucks, einer Gefäßerweiterung und einem Anstieg der Körpertemperatur. Außerdem sind sie für Wachstum und Differenzierung des Körpers notwendig.

Unsere Schilddrüse ist das Organ in unserem Körper, das Jod im Stoffwechselprozess benötigt. Bei Jodunterversorgung, wie z.B. in unserer Region, kann es zur fehlenden Bildung dieser Hormone kommen. Im Gehirn wird dieser „Mangel“ an Hormon registriert, es wird das Hormon TSH (Steuerungshormon) ausgeschüttet, was zu einer Mehrproduktion der Schilddrüsenhormone führt. Durch die Wirkung des TSH an der Schilddrüse kommt es aber auch zum Schilddrüsenwachstum, es entwickelt sich der so genannte Kropf (Struma). Diese Kropfbildung kann mit oder ohne Knotenbildung einhergehen, es kann eine normale Stoffwechsellage, eine Überfunktion oder Unterfunktion der Schilddrüse vorliegen.

Die Schilddrüse kann beim Menschen durch Abtasten (Palpation) des Halses untersucht werden. Eine ausgeprägte Struma (Schilddrüsenvergrößerung) ist beim Menschen sichtbar. In der bildgebenden Diagnostik werden hauptsächlich der Ultraschall (z. B. bei uns in der Praxis) und zur weiteren Abklärung bei Knoten und Funktionsstörungen die Szintigrafie (beim nuklearmedizinisch tätigen Radiologen) eingesetzt.

Für spezielle Fragestellungen kommen auch die Computertomografie und Kernspintomografie zum Einsatz. Eine Feinnadelpunktion der Schilddrüse dient zur Gewinnung von Proben für die Zytologie. Eine Biopsie dient der Probengewinnung zur histologischen Untersuchung. Diese speziellen Untersuchungen werden dann nach Überweisung beim Radiologen durchgeführt. Im Labor können der freie T3- und T4-Spiegel sowie der TSH- und Thyreoglobulin-Spiegel bestimmt werden. Für spezielle Fragestellungen werden weitere Laborparameter z. B. Antikörper angefordert.

Finden wir bei der körperlichen Untersuchung eine vergrößerte Schilddrüse, so erfolgt die weitere Abklärung mittels Ultraschall (Sonographie) der Schilddrüse. Die Sonographie ist das am häufigsten genutzte bildgebende Verfahren in der Medizin. Ein wesentlicher Vorteil der Sonographie gegenüber dem in der Medizin ebenfalls häufig verwendeten Röntgen liegt in der Unschädlichkeit der eingesetzten Schallwellen. Auch sensible Gewebe wie bei Ungeborenen werden nicht geschädigt, die Untersuchung verläuft schmerzfrei. Die Schilddrüse lässt sich elegant darstellen, Veränderungen können untersucht und weiter abgeklärt werden.

Unsere Praxis verfügt über ein Farbduplex Ultraschall Gerät der neuesten Generation der firma General Elektronics, das zur Abklärung und Verlaufsbeurteilung akuter und chronischer Erkrankungen zum Einsatz kommt.

Selbstverständlich kommt das Gerät auch im Rahmen der Vorsorge zum Einsatz. Wird eine Ultraschall-Untersuchung gewünscht, ohne dass krankhafte Veränderungen vorliegen, so ist diese Untersuchung keine Leistung der gesetzlichen Krankenkassen. Gerne bieten wir Ihnen aber im Rahmen unserer individuellen Gesundheitsleistungen (Igel) ein Sono-Vorsorge Check an.

Ultraschall Urogenitale

Wie bei der Ultraschalluntersuchung des Abdomens dient die in unserer Praxis durchgeführte Sonographie der Urogenitalorgane der Abklärung krankhafter Befunde an folgenden Organen: Niere, Harnblase (Mann und Frau), Prostata (beim Mann).

Die Sonographie ist z. B. das wichtigste Verfahren zur Abklärung von Bauchschmerzen, zur Feststellung von Gallensteinen oder bei der Beurteilung von Gefäßen und deren Durchlässigkeit vor allem an den Beinen. Weiterhin wird sie standardmäßig zur Untersuchung der Schilddrüse, des Herzens, hier Echokardiografie genannt, der Nieren, der Harnwege und der Blase benutzt. In gynäkologischen Vorsorgeuntersuchungen werden mit einer vaginal eingeführten Sonde Eierstöcke und Gebärmutter betrachtet und beurteilt.

Durch den Einsatz von modernen Geräten mit speziellen Sonden lassen sich Durchblutungsverhältnisse von Geweben und Strukturen farbig darstellen, somit ist eine weitere Verbesserung der Diagnostik möglich. Die Ultraschallanwendung ist geeignet zur Erstbeurteilung und für Verlaufskontrollen, insbesondere bei medikamentösen (Chemotherapie) oder strahlentherapeutischen Behandlungen bösartiger Erkrankungen. Mit Ultraschall können krebsverdächtige Herde frühzeitig erkannt und erste Hinweise auf ihre Bösartigkeit gewonnen werden.

Ultraschall der Gelenke

Bei Ultraschalluntersuchungen von Gelenken können sowohl Weichteile als auch oberflächliche Bereiche der Knochen eines Gelenkes dargestellt werden. Bei dieser Ultraschalluntersuchung können sehr gut Veränderungen von Sehnen, Muskeln, Menisken und Schleimbeuteln dargestellt werden. Diese Untersuchung dient zur frühzeitigen Erkennung krankhafter Veränderungen der Gelenke.

Echokardiographie – Ultraschall des Herzens

Wozu dient die Echokardiographie?

Die Echokardiographie ist eine Ultraschalluntersuchung des Herzens, auch Herzultraschall oder Herzecho genannt. In der Diagnose von Herzerkrankungen gehört die Untersuchung zur Routine. Mit dieser Untersuchungsmethode wird eine Beurteilung der Funktion des Herzens und der Herzklappen möglich. Durch die Ultraschall-Untersuchung ist es einerseits möglich, solide Strukturen des Herzens wie z.B. Herzwände oder Herzklappen darzustellen und in ihrer Bewegung zu beurteilen. Andererseits kann mittels Ultraschall auch der Blutfluss im Bereich des Herzens farbig dargestellt werden (Farbdoppler, Duplex). Die Echokardiographie ermöglicht strukturelle Erkrankungen des Herzens wie z.B. einen abgelaufenen Herzinfarkt (Myokardinfarkt), eine verengte oder undichte Herzklappe (Klappenstenose, Klappeninsuffizienz) oder eine Herzschwäche (Herzinsuffizienz) zu diagnostizieren.

Wann ist eine Echokardiographie erforderlich?

Eine Echokardiographie wird dann durchgeführt, wenn ein Verdacht auf eine koronare Herzerkrankung besteht, eine arterielle Hypertonie zu beurteilen ist, der Patient unter einem angeborenem Herzfehler oder einer Aortenerkrankung leidet.
Mithilfe der Herzsonografie erhält der Arzt Aufschluss über:
Struktur von Herzwänden und -klappen sowie deren Bewegungsabläufe, Wanddicke von Herzvorhöfen und -kammern, Größe von Herzbinnenräumen und des gesamten Herzens. Die Auswurfleistung des Herzens kann als Herz-Minuten-Volumen bestimmt werden.

Wie läuft eine Echokardiographie ab ?

Bei der Echokardiografie sendet ein Schallkopf Schallwellen aus. Das Herzgewebe und der Blutfluss im Herzen verändern diese und der Schallkopf empfängt sie wieder. Mit Hilfe eines Verstärkers werden die Schallwellen bearbeitet und auf einem Bildschirm dargestellt.
Der Patient liegt mit freiem Oberkörper auf der linken Seite, er kann sich im Verlauf der Untersuchung auch auf den Rücken drehen. Mit einem Schallkopf fährt der Arzt über den Brustkorb, auf den er zuvor etwas Gel aufgetragen hat, damit die Schallwellen besser eindringen können.

Die Behandlung wird ambulant in den Praxisräumen durchgeführt.

Welches Risiko bringt diese Untersuchung mit sich und was ist zu beachten?

Die Ultraschall-Untersuchung ist praktisch gefahrlos. Für den Patienten entsteht weder Risiko noch eine Belastung

Die Echokardiographie wird von dem Internisten und Hypertensiologen Dr Christoph Lembens mit großem Sachverstand und Erfahrung durchgeführt. Allerdings ist diese Leistung bei uns keine Leistung der gesetzlichen Krankenkassen. Wir rechnen diese spezialisierte Untersuchung nach GOÄ ab.

Alle oben angeführten technischen Untersuchungen werden mit den neuesten und modernsten Geräten der Firmen Schiller, BOSO und GE Healthcare ( Stand 2019) durchgeführt.

Carotis-Duplex-Sonographie – Ultraschall der Halsschlagader

Wozu dient die Carotis-Duplex-Sonographie?

Mit der Carotis-Duplex-Sonographie wird eine spezielle Ultraschall-Untersuchung bezeichnet, mit der die Fließgeschwindigkeit des Blutes speziell in den Halsgefäßen gemessen wird. So lassen sich Gefäßverengungen aufdecken. Der Arzt kann mit dieser Methode den Verlauf der Blutgefäße beurteilen, Einengungen, Verschlüsse oder Kalkablagerungen an den Arterien und Venen erkennen, die den Blutfluss beeinträchtigen könnten (Arteriosklerose). Schon im Frühstadium können so Ablagerungen und Beeinträchtigungen des Blutflusses erkannt und rechtzeitig behandelt werden.

Wann ist eine Carotis-Duplex-Sonographie erforderlich?

Der Zustand der Halsschlagader lässt Rückschlüsse auf den Zustand des gesamten Gefäßsystems des Körpers zu. Einengungen oder Ablagerungen in den Gefäßen können dazu führen, dass der Blutfluss beeinträchtigt wird. Eine Unterbrechung des Blutflusses in der Halsschlagader aber, die u.a. Gesicht und Gehirn mit Blut versorgt, wäre gleichbedeutend mit einem Schlaganfall. Daher ist es von großem Interesse, derartige Stenosen( Verengungen) frühzeitig zu erkennen.

Außerdem lässt sich der Verlauf der Blutgefäße, der Gefäßdurchmesser und die Beschaffenheit der Gefäßinnenschicht beurteilen. Kontrolliert werden kann der Erfolg von gefäßchirurgischen Eingriffen (z.B. bei Halsschlagverengung) und der jeweilige Heilungsprozess.

Wie läuft eine Carotis-Duplex-Sonographie ab ?

Prinzipiell wird die Carotis-Duplex-Sonografie (Ultraschall der Halsgefäße) wie jede andere Ultraschall-Untersuchung durchgeführt. Der Patient liegt auf der Liege, der Arzt trägt etwas Gel auf die entsprechenden Körperstellen auf, damit die Schallwellen besser eindringen können. Beim Verdacht auf die Einengung einer hirnversorgenden Arterie wird der Arzt beispielsweise die seitliche Halsregion untersuchen.
Der Ultraschallkopf sendet Ultraschallwellen einer bestimmten Frequenz aus. Trifft dieses Schallwellenbündel auf die Blutkörperchen in den Gefäßen, wird ein Teil der Wellen mit veränderter Frequenz reflektiert. Die Frequenzänderung hängt von der Bewegung der Blutkörperchen ab.

Welches Risiko bringt diese Untersuchung mit sich und was ist zu beachten?

Die Untersuchung ist mit keiner Strahlenbelastung für den Patienten verbunden, risikolos und schmerzfrei. Sie dauert nur wenige Minuten und wird ambulant in den Praxisräumen durchgeführt.

Diese Untersuchung ist eine private Leistung und wird nach GOÄ abgerechnet.